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Pastellmahlerey.
dieser Fehler sehr schwer in der Pastellmah-lerey mir der gelben Farbe andern lassen,ß. Die Vermischung der Tinten und Halb-scharren geschieht durch ein leichtes und ge-lindes Neii-en. Es geschieht mit dem äußer-sten Ende des kleinen Fingers, der aber nichtnaß, sondern trocken seyn muß. Man mußaber nicht ohne Unterschied altes in einan-der, sondern nur die Grenzen, wo zweyFarben zusammen treffen, in einander ver-reiben. Weit der Finger von der Farbe,die man verreibt, etwas annimmt, so mußman ihn zuvor abwischen, wenn man an-dere Farben damit verreiben will.
9. Alte Sachen, die aus vielen kleinen aneinander Hangenden Theilen bestehn, unddeutlich seyn müssen, z> E. Augen, dürfennicht mit dem Finger verrieben werden,sondern man spitzet die Pastetlstifce mit ei-nem Federmesser, und bemüht sich mit denFarbenstückchen selbst, oder auch mit denkleinen papiernen Verreibern die Vereini-gung der Farben hervor zu bringen. Undwenn man ja an einigen Drten den Fin-ger gebrauchen will, so ist es besser, mit sol-chem die Arbeit mehr zu betupfen lind leichtzu berühren, als sie wirklich zu verreiben.
In der Pastellmahlerey ist nichts so schwerals das Licht durchdringend und glänzend,und den Schatten kräftig, glühend, dünneund angenehm zu machen.
ES ist übrigens nicht bekannt wer der ersteUrheber dieser Art zu mahlen ist. Der berühm-te La Tour Hat darin den größten Ruhm er-langt, und von dem bekannten Liautard, sonstauch Is ptzintrs 1'uro genannt, hat man sehrschöne Pottraire. La Tour und noch ein an-derer