Pastellmahlerey. 777
der Pergamenttafel muß man den Grundallezeit lieber von Bimsstein machen.
4. Um das Zerbrechen der Farben zu ver-hüten, fasse man die PastelleMel so kurzals möglich an.
§. Bey dem Untermahlen muß das Weißedes Pergaments durch die Striche der Pa-stellstifte so bedeckt werden, daß diese Stri-che nicht einzeln zu erkennen sind, sondern allezusammen einem ganzen Anstriche gleichen.
6. Die Farben dürfen nicht schwach noch dün-ne auf dem Pergamente sitzen, aber auchnicht auf einmahl zu dicke aufgetragen wer-den, weil man sehr oft eine Farbe auf dieandre setzt. Hierin liegt die Ursache, war-um einige Pastellgemahlde lebhaft und kräf-tig aussetzn, andere hingegen matt und ab-gestorben sind. Bey der Anlage einer Far-be nehme man sich in Acht, nicht zu sehr dar-auf zu drücken, indem diese erste Flacheder Farben etwas dünne auf dem Perga-mente liegen muß, damit es die andern nach-folgenden Farben willig annehmen kann.
7. In der Pastellmahlerey lassen sich nichtzwey Sachen die in ihrer Farbe völlig voneinander unterschieden sind, auf einandermahlen; sondern es muß eine jede derselbendas bloße und reine Pergament zu demersten Grunde haben. Man muß also be-sorgt seyn, jede Farbe gleich an ihren rech-ten Ort zu bringen. Ist es aber aus Ver-sehn geschehen, so muß man sie lieber mitSemmelkrume heraus reiben, oder auch miteinem Federmesser ganz sachte abschaben. 3 «B. wenn man einen Ort, der gelb seyn sol^te, mit Roth gemahlt hätte, so würde lsich
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