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Pferd.
im Hochdeutschen auch andere Bestimmungenbekommen. Im Scherze braucht man auchzuweilen das aus dem Französischen oder mitt-lern Latrine entlehnte Laball. Für Roß sagteman ehedem auch Mrs und in einigen nieder-sächsischen Gegenden, z. B. im Saterlande undin Mecklenburg heißt ein jedes Pferd Hcst undHangst, welches mit dem Schweb. Hasst, Zß,länd. Hestr, ein Pferd, überein kommt. In an-dern nieders. Gegenden, z. B. im Bremischenist Page die allgemeine Benennung eines Pfer-des. Eben so zahlreich sind die Nahmen für be-sondere Umstände.
1) In Ansehung des Alters. Ein jungesnoch nicht ausgewachsenes Pferd heißt im Hoch,und Oberdeutschen ein Füllen, in Niederdeutsch-land ein Fohlen, in Franken Hcnkcrlein.
2) In Ansehung des Geschlechts. Ein un«geschnittenes Pferd männliches Geschlechts heißtHengst, und wenn er zur Fortpflanzung seinesGeschlechts bestimmt ist, ein Bescheler, Beschä-ler. Zuchthengst, Reirbengst, u. s. f. im Nie-ders. Grörcr, d. i. Stößer, ehedem in Bavrrnauch Maidrcn. Ein Pftrd weibliches GeschlechtsGrurre, Gcuce Murccrpferd. Ein geschnittenerHengst Mallach, in Oberdeutschland Meiden;«in geklopfter Hengst, Rlopfhcngst, und immittlern Lat. Lquus Iisgue.
Z) 3 " Ansehung der Größe. Bey demDasypodius heißt ein kleines Dlkanlein; inmanchen Gegenden ist dafür Nickel und Gräm,lein üblich.
4) In Ansehung der Farbe. Rappe, einschwarze« Pferd; Schimmel, ein weißes, mitseinen Abänderungen, als Schrvarzschimmel,dessen Haar nur wenige Spuren voin Grau-
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