Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 2 k

Der Anführer der Heerde nähert sich auf eineWeile, schnaubet entsetzlich durch die Nase,nimmt alsdann die Flucht und die ganze Heer-de folget ihm nach. Er ist ungewiß, ob er dieseThiere für ausgeartete, wildgewordene Pferdehatten soll, weil er sie zwar von der Art, abernicht so schön, als die spanischen, gefunden.Sie haben, fahrt er fort. große Köpfe, dickeund überdieß noch höckerige Keine, lange Oh-ren und einen langen Hais. Die Einwohner desLandes können sie ohne viele Mühe zahm ma-chen und zur Arbeit gewöhnen. Die Jäger be»dienen sich ihrer Hülfe zur Fortschleppung ih-rer Thierhäute. Die Art, wie sie gefangen wer-den, ist ganz einfach. Man legt Schlingen undStricke an Ocrtcr, wo sie oft hinzukommen pfle-gen. Sie weichen diesen Fallen eben nicht sorg»faltig aus. Wenn sie aber eine um den Halsfühlen, ergurgeln sie sich selbst, wofern sie nichtbald aus derselben befreyet werden. Man fassetsie beym Leibe und Beinen, fesselt sie mit Strik»ken an den Beinen an, und laßt sie in dieserStellung zwey Tage lang hungern und dursten.Dieser erste strenge Versuch, sie zahm zu ma-chen, thut seine Wirkung vollkommen. Mit derZeit werden sie so gelehrig, daß Man gar keineSpur ihrer vorigen Wildheit mehr an ihnenwahrnehmen kann. Wenn sie durch einen unge-fähren Zufall auch wirklich ihre Freyheit gänz-lich wieder bekommen, so nehmen sie zum zweytenMahl ihre Unbändigkeit nicht wieder an. Siekennen beständig ihren Herrn. Er darf sich ih-nen ungehindert nähern, und sie, wenn es ihmbeliebet, wieder anhalten und fangen *)."

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Gefault gibt ein anderes Mittol an die Hand,n»u>e P,erde zahm zu machen „Wenn man, sagt er, die

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