Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. Z7

fünftes Pkerd könnte dem Araber auf seinen Strei»fereyen nicbt dienen.

Die Schnelligkeit und Leichtigkeit im Laufenbringen eine große Verschiedenheit unter die Pferde;allein ungeachtet aller fabeln und Äufschneidereyender Arader haben ihre Pferde bey weitem nicht dieSchnelligkeit derer, die in Europa zum Wettrennenbestimmt sind: diese durchlaufen binnen vier Minu-ten zwei,tausend Teilen, welches ungefähr drey Pier»tel des SchwalbcnflugeS beträgt.

Der Wuchs, der arabischen Pferde ist, im Gan-zen genommen, niedriger als der der französischen,aber gleichförmiger; sie haben Ähnlichkeit mit denPferden aus Limvustn, nur find sie im Kreuze stärker.

. Das arabische Pferd zeichnet sich durch dieKleinheit seines Hufes, und durch seine dürren Bei-ne aus; man sieht deren von allen Farben, dieschwarze ausgenommen.

Um diese schöne Pferdeform anschaulicherzu machen, füge ich einige Abbildungen hinzu,und zwar von acht arabischen Hengsten, welcheder Königlich Preußische Stallmeister, HerrEhrenpfvrt, auf Königl. Befehl in Arabienkaufte, und' welche in das Friedrich WuhelmS«Gestüte bey Neustadt an der Doste als Zucht»Hengste gebracht wurden.

Fig- 6405. Mockrabis, ein Blausilberschim»mel, wit schwarzen Extremitäten, 4-Fuß, n Zollrheinl. hoch, 1790 in Arabien gekauft, und beymAbbilden 8 Jahr alt. Dieses Pferd ist besondersschön "Nd regelmäßig- gebauet, auch äußerst reinvon Knockh, dabey ist cS sehr leicht und vogel-schnell. Sein Kopf „nd vorzüglich seine Au-gen verrathen den Araber. Sein Charakterfeurig, ungeduldig, aber dabey fromm.

Fia- 6406. Gemen, ein Allaßschimmel, mireinem besondern Brandzeichen, welches in einemlangen Striche, und vielen Querstrichen unterdem Bauche, und einem etwas veränderten, ge»

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