Pferd.
rade vorn auf der Brust unter dem Halse be-sieht. Er ist z Fuß 9 Zoll hoch, und war, alser abgebildet wurde, 9 Jahr alt. Sein Bauncrvichr, im Verhältniß der Raße besonders starkvon Knochen, und ziemlich platt und quarre vonTaille, dabey sehr rein, auch besonders schön ge-halset. Der Charakter feurig, aber fromm.
Die arabischen Urkunden oder Stammbau-me, welche diesen beyden Pferden beym Verkau-fe mitgegeben wurden, lauten nach der Über-setzung des Arabischen ins Deutsche so:
Nr. i. *)
Im Nahmen Gottes des Allbarmherzigen, Lob seydem einigen Gott.
Gvund und Veranlassung zur Abfassung diese-ist das edle Fohlen von unvermischtcr lauterer Ab-kunft Dschfulfy von einem edlen Rosse des 'Obeidel-temauaawy und dessen Batcrs Ebzäkhlaawy, so wie-derum von einem edlen Rosse des Mubamedclökhei»Ly stammre, als welches Fohlen Scheich 'Abdelkaa»dir und Scheich von Dschjebelaan (bedeutet zweyBerge) an Hin. Tschaky, Consul der Niederländi-schen Gemeine zu Hhaleb, angesehenen und wohlha.bendcn Einwohner daselbst, unter Attest der angese-henen und wohlhabenden Bürger Hhäffein Clbschje-maal, .Jstma'yl elaßmed und Scheich Hhöffein ver-kauft hat; daß dasselbe in Wahrheit ein Khohheila»an ist, lauterer, als die reme süße Milch, und beyGlück und Seeaen nimmermehr ein Fehl daran zufinden; auch daß dasselbe als ein aufrichtiges Kböheil,rva» von solchen vornähmlich gerühmt werden muß,sich tapfer gegen Feindes Herr erhebe. Zur Bewah-rung
') Diese seltenen Urkunden von Pferden sind von Hrn.Drof-Rvbert in Halle aus dem Arabischen ins Deutsche über-setzt worden. Nur Schade, daß durch den Tod deSStallmeisters Edrenxsort auf der Reise hinter Con-siantinvrel , manch« ander« Urkunde und Merkwürdigkeit»erleren ging-