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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 51

ganzes Naturell fast lediglich vom Himmelsstri-che, von der Nahrung, von der auf sie verwen-deten Sorgfalt und Erziehung abhänget.

Unter den jehigen europäischen Pferdensind die spanischen, besonders die aus Anvalu,sien, die neapolitanischen, und die englischendie vorzüglichsten.

Den spanischen Pferden hat man den Rangnach den barbarischen eingeräumt. Sie prangennur einem langen, dicken Halse, mit starken Mah-nen, eurem großen, zuweilen krausen Kopfe, mit'langen, aber wohl gestalteten Ohren, feurigenAugen, einer edlen, stolzen Miene, dicken Schul-tern und breiter Brust. Die Nieren sind meh-rentheils etwas niedrig, die Seiten rund, oft et-was zu bauchig. Bey den meisten erblickt manein .rundes, breites, bey einigen etwas verlänger-tes Kreuz. Dabey haben sie schöne, fast unbe-haarte Füße, sauber entblößte Sehnen, zuwei-len, wie bey den barbarischen Pferden, etwaszu lange Fesseln, einen zu .stark gestreckten Fuß,wie bey den Mauleseln, und öfters einen zu ho-hen Strahl. S. Fig. 6412 *).

Die spanischen Pferde von guter Art sinddick und wohl beu Leibe und nicht sehr hoch.Sie unterscheiden sich durch die starken Bewe-gungen in ihrem Gange, durch eine vorzüglicheGeschmeidigkeit, durch ein rasches Feuer undeinen edlen Stolz. Ihr Haar ist gemeiniglichschwarz oder dunkelbraun; doch findet man eSauch von allerley Farbe. Nur höchst selten wirdman an ihnen weiße Schenkel oder Nase ge-wahr. Die Spanier hassen diese Art von Zeich-nung und ziehen keine Art von solchen Pferden.

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