Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
53
JPEG-Download
 

Pferd. 5,

Nach einer vor kurzem i» den Zeitungenmitgetheilten Nachricht wird die spanische Reite-rey mit lauter Hengsten versehen, welche erstnach dem 7ten Jahre zugeritten werden, undbey magerem Futter bis gegen ihr zostes Lebens-jahr brauchbar bleiben. Dieses hohe Alter magindeß wohl nur bisweilen als eine Ausnahmevorkommen.

Die schönsten englischen Pferde *) habenin Ansehung der Bildung -viel Arhnlichkeit mitden arabischen und barbarischen, von welchenste auch wirklich abstammen. Sie haben zwareinen größer«, aber wohl gemachten krausenKopf, längere, doch wohl gestellte Öhren. Dies»könnten schon allein ein zureichendes Merkmahlabgeben, die englischen vor den barbarischenPferden zu erkennen. Im Wuchs zeigt sichaber der Unterschied am stärksten. Die erstemsind vollstutzig und viel größer, als die letztem.'Denn gemeiniglich pflegen die englischen Pferdedie Höhe von 4 Fuß Zoll, zuweilen wohlgar von 5 Fuß zu haben. Sie kommen vonallen Arten von Farben und Zeichnungen vor,und sind alle stark, mulhig, kühn und fähig, diegrößten Beschwerden zu dulden. Auf der Jagdund in, Rennen machen sie den meisten andernden Vorzug streitig. Doch fehlt ihnen der Vor-zug der Annehmlichkeit und Geschmeidigkeit. Ue-bcrdie« gehörte zu ihrer Vollkommenheit etwasweniger Härte und mehr Freyheit in den Schul-tern.

Allen englischen Pferden, sagt Kalin ittsnner Reise nach dem nördlichen Amerika, sinddie Schwänze ohngefähr eine viertel Elle von

D z der