Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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arm der Vorderschenkel lang, nicht selten mitSrollbeulen bezeichnet, der Gang piaffircnd, dieSehnenscheibe der Kcugesehnc die mehrestenMahle voller Gallen, die Fessel lang, oft, sowie mich an den Hinterschenkeln voll inanrigenAusschlags, und der platte Huf zu Strahlge-schwür und Steingallen geneigt'"

„Die meisten Holisteinischen Pferde sindhochbeinig, viele anfgeschürzt, alle lang gebaut."

„Das Temperament des HolisteinischenPferdes ist im Ganzen mehr lebhaft wie phleg«mansch; die meisten sind feurig."

„Außer den schon angegebenen äußerlichenMangeln, als Slollbculcn, Gallen, Piphaken,Maule, Srrahlgeschwür und Sleingallen sinddie Hollsteiaischen Pferde vorzüglich dem Dumm?koller, Gehirn- und Lungenentzündung geneigt;zu den letzter« Krankheiten vorzüglich dann,wenn sie mit Korn gefüttert werden."

„Immer hat die Lunge des HolisteinischenPferdes mehr oder weniger gelitten; theils gibtdie Nahrung deö sauern Grases zu schleimigerLung-'nepterung und mehreren asthenischen Ue,beln dieses HrganS Anlaß, theils begünstigt daslebhafte feurige Temperament, wie bey allenPferden mit zu vieler Thätigkeit, Krankheitender Lunge. Daher findet man unter den holstei-nischen Pferden so viele dampfige Pferde, Pfer»de mit schleimiger Lungeneyrerung, mir wirkli-chen Lungengeschwüren, und die meisten Thierediewr Gattung krepiren an dein bald schneller,bald langsamer um sich greifenden Nrand derLunge, und sind dann, wie der Scharfrichterund die Lauen mach Deffnung des Kadaverssich ausdrücken, an Lunge und Leber faul ge«Wesen."