Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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74 Pferd.

Theorie zwar richtig, aber sein Auge, sein prak«tiicher Ueberdlick desto schlechter ist."

„Die charakteristische Bauart oes Hochstei-nischen Pferdes, die sich mittheilen läßt, ist einschöner Kopf, der in Hinsicht seiner äutzernForm sich vortheilhaft vor dem großen bleuenKopf des Äiecklenburqischon Pferdes-, auszeich-net, und der so manchen Layen, die gewöhnlichmehr Kopfe wie Beine kaufen, blcnd.st., so daßer, verjsihrt von diesem zierlichen Ramskopf desHoUsteiuischcn Pferdes, den breilköpsirgen Meck-lenburger mit guten Schenkeln und Hilfen ste-hen laßt, und voll inniger Zufriedenheit überseine getroffene Wahl, oen klammerichlen Gangdes flachhusigen Hollsteiners nicht fühlt,, der un-ter ihm mit allen Prärogativen seines schonenKopfes auf hartem Boden kaum gehen kann."

„Ferner ist der Hals des HoUstelnischenPferdes langer und gewölbter, als der gewöhn-lich dicke und kurze Hals des MecklenburgischenPferdes. „Es ist schön aufgesetzt." sagt man inder Terminologie der äußern Pfervckcnntnlß,nnd ohne einen zu sehr erhabenen Widerriß zuhaben, verliert sich'dieser gebogene Schwanen-hals in den Rücken, der jedoch nicht seilen auszu zeitiger Anstrengung und aus Schlaffheit derFasern im Allgemeinen mehr oder weniger ein-gedrückt ist. Die Krupe ist bey der bessern Na-ßkalt dieser Pfcrdegattung gut gebauet, nurbey der schlechter» abgeschliffen, die Hinterschen-kel gut gehost, aber gewöhnlich kuhlätsch gestellt,mit Piphakei, markirt und voll mehr oder weni-ger Gelenk und Sch'nengallen. Die Fesseln sindlang, meistens durchrrittig und in einen plattenvollbusigen Huf versenkt. Die Brust ist breit,gegen das Vorderthcil öfters zu stark, der Ober-arm