Pferd. 9§
verschiedenen Verhältnissen anderer Staaten ge-gen die ihrigen abhinge, und der Verlust derRegimenter nicht so wie jetzt oft mit pohln.ifchcnKrüppeln und Fohlen ersetzt würde.
Unter den Krankheiten, wözü die Raße despohlnischen Pferdes besonders geneigt ist, stehen' äste Hufgebrechen eben an, selten stndek man ei-
- nen Pohlen, der ganz-frei, von Steingasten, ein-gelaufenen Wanden, Hornkläften u. d. gl. wä-re/"und mehrere haben sogar schon einen Ent-zändungszustand ihres Hufes, den die geincineu
- Schmiede Verschlag nennen, erhalten, ehe stedienstbar wurden.
' Ferner ist der Pohle sehr zur^ Gicht undzN allen aus dieser Kdrperkonstitutiöä entsvrin-.'/genden Kuochcnaufblahungen, als Spar- Schale/Ringbein u. d. gl. geneigt; und nicht selten ister durch die fatiguanten Marsche'aus seinemVaterlande, durch das Saufen äus stehendenfaulen Sümpfen, durch schlechte O^ahrung, ab-wechselnde Luft, auch dem Rvtze ausgesetzt. Eir^ ne Druse, dir bey einem aus der Wlstbatzn^ kommenden Pohlen zwei) bis drey Monate In-halt, wird bedenklich, und endigt sich die meinenp.Mahle mir dieser, für jetzt noch unheilbarenKrankheit.-
Der Gang des Pohlen ist dem Tritte desspanischen Pferdes gerade entgegengesetzt; wasjenes zu viel piaffitt, streift dieses zu nahe ander Erde hinweg; daher kommt es> daß such;.d«r, sicherste Pohle dann und wann anstößt. Ue>brigens ist ver Schritt des Pohlen sehr geschwind,und scheint nach den zu diesem Gange' angc*'.kommenen Tempos etwas zu übereilt zu seyn;bev genauer Aufmerksamkeit findet man jedoch,daß die Cadencen bey den mehrsten richtig surd,
und