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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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ter einem und demselben Himmelsstriche schoneine Threrart abgeändert werden kann: so ist esauch wohl unoezweifelt gewiß, daß sowohl jenerstolze, an Schönheit fast alle Pferderaßen über-treffende spanische Hengst mit oem häßlichen un-gestalteten Anführer der wilden Pferdchorden,die man in den Steppen von Rußland und inden Wüsten Arabiens und Lytuens trifft, einenUrvater habe.

Verpflanzen wir den Pohlen auf deutschenBoden, welche Abweichung der ganzen Formzeigt sich nicht schon in der ersten Generation,ohne daß wir die Raße selbst mit einer andernvermischten. Die Fohlen, die von väterlicherund mütterlicher Seite von »iranischem Bluteabstammen, sind, auf unserm gemäßigten Erd-striche gezogen, jenen nicht gleich, die ihr Vater-land mitten in seinem Klima hervorbringt.

Selbst das bunte Gemisch von Farben, dieunzähligen Abweichungen, die wir in dieser Hin-sicht unter den Pferden antreffen, sind vielleichteine Geburt des Klima'S, die dann durch einehundertfältige V-rpaarung zu jenem Gcmengselheranwuchsen, mit welchem unsere Gestüte zumSpiel der Augen geziert sind.

Deutschland zieht keine Engländer, undRußland keine spanischen Pferde; der feinschenk-,lichte Türke artet in Frießland zu einem plum-pen Karrngaul um. Vergebens streben wir, durchPflege und Nahrung die Eigenthümlichkeiten derRaße zu erhalten, sobald ihnen das Klima nichtgünstig ist. Was sind das für Bastarde vonenglischen Pferden, die man auf deutschem Bo-den sieht? Hat nicht Mecklenburg durch Ver.tauschung ferner Raße mit englischem Blute dieguten Pferde verloren, die es ehemahls zog?