Pferd.
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Die Pflanzen und die Thiere verarten beyandrer Luft, so daß bey der vierten, sechstenGeneration oft nicht ein karaktenstischer Zug ih-rer voUhen Abstammung noch sichtbar ist. Dießist eine allgemeine praktische Erfahrung, die allesophistische Theorien über diesen Gegenstand wi-derlegt.
Man hat Pohlen von Pohlen, auf deut-schem Boven gezogen, den der zweyten Genera-tion schon so verartet gesehen, daß man nur mitMühe ihre Raßc erkennen konnte.
Mir holsteinischen Fohlen erzogen, bildetensie sich auch mit diesen im vierten Jahre schonaus, und jeve Fortpüanzung von ihnen verlormehr an Eigenthümlichkeiten ihrer Abstammung
Doch nicht vas Älima allein auch die Nah-rung ist an dieser Veränderung Schuld, die dieForm und Mischung der thierischen Materie aufanderem Koven erleidet. Die Grundursache desfeinern Baues der arabischen, barbarischen undtürkischen Pferde ist gewiß mit in ihren bessern,sich .leicht affiinilirenden Nahrungsmitteln zusuchen.
Pferde, die auf hohen bergigen Gegendenweiden, die aromatische Krauter genießen, er-halten theils durch die Einwirkung des freundli-chern Klima'S, durch den reinen Aether der Luft,in deren erhöhten Regionen sie sich aufhalten,und theils durch die bessern Nahrungsmittel ei-nen ganz andern Bau, als Pferde, die in nie«- .drigen sumpfigen Triften, bey saurem schilfigenGras erzogen werden. Dieser Unterschied wirdsogar schon bey Pferden eines Landes, die inverschiedenen Provinzen erzogen wurden, aus-fallend. Das Thüringer Landpferd z. B- in demfettesten Gau dieser Provinz, in der sogenann-