Pferd. I l)
den Stuten das Geburtsglicd, ferner die Hm-terschenkel mit den dazu gehörigen Theilen.
So wie nein aber das Praktische der Kennt-niß idcs äußern Pferdes richtige Beurtheilungder Gesundheit und der zweckmäßigen Anord-nung und Bildung der Gliedmaßen zu einemgewissen Dienste beabsichtigt: so ist es doch inEinsicht der vielen Pferdccaßeu und der Vermi-schung derselben, die nothwendig eine Verschie-denheit im Gebäude der Pferde zur Folge ha,den Müssen, nickt thunlich, gewisse und genaubestimmte Verhältnisse der Theile gegen einan-der festzusetzen; sondern es muß hier das durchrichtige Leitung und Uebung erworbene 'Augen-maß lind Urtheil vom Ganzen über die Schön-heit und Brauchbarkeit des Pferdes zu diesemoder jenein Dienste entscheiden.
Es hat keinen Zweifel, daß eine jede reineund unvcrmischte Gruudraße ihre eigenthümli»chen Verhältnisse hat, daher es denn auch nachder Natur der Sache unmöglich ist, ein solchesVerhältniß auSzumiktcln, das ohne Unterschiedauf alle Pferde, sie mögen origineller oder ver-mischter Raste seyn, passend und anwendbar ist.
Der Stifter und Director der französischenVieharzencyschulen, Bourgelat, hat ein Ver-hälknißmaß aufgesetzt, wornach das richtige Eben-maß aller Pferde soll erforscht und beurtheiltwerden können. Soviel Beyfall auch dasselbe er-halten, und so sehr es auch als Hülfsmittel zurErlernung der Kenntniß des äußern Pferdesselbst in einigen Bieharzncyschulen empfohlen undangenommen worden ist: so kann man demselbendoch keinen Beyfall geben, vielmehr muß man be-kennen, daß es auf keine bekannte Raste vonPferden ganz anwendbar ist. Dieses Verhältniß,vec. rechn.Enc. UX. Theil. . H maß