Pferd. ny
i) Die Ohren in die Augen. Ihre Be«stimmung ist, den Schall aufzufangen und ihninS Innere des Ohrö, zum unmittelbaren Werk-zeuge des Gehörs, zu leiten. Sie haben einendünnen, dutenförmig geöffneten Knorpel zurGrundlage, an dessen Basis mehrere Muskelnbefestiget sind, die das Ohr nach allen Seitenhinbcwcgen können.
Die Schönheit der Ohren besteht in einerschicklichen Größe zum Ganzen, in einer ange-messenen Stellung und natürlich freyen Bewe-gung. Sie müssen scharfe, grade aufstehendeSpitzen und dünne Knorpel haben, die mit ei-ner feinen Haut umzogen und mit zarten Haa-ren bewachsen sind.
Mauseohren werden im gemeinen keben/die sehr kleinen genannt, und, nach der irrigenMeinung, daß diese Theile nicht zu klein seynkönnen, für die schönsten gehalten. Bey Ken-nern der Schönheit müssen sie ein Ebenmaß zuden übrigen Theilen haben, wenn sie das Augenicht beleidigen, sondern vollkommen schön seynsollen.
Eselsohren heißen diejenigen, die in Ab-sicht ihrer Länge das Ebenmaß überschreiten, sowie es bey dem Eselgeschlechte der Fall ist. Eswird hierbei), wie bey den zu breiten Ohren, zuZeiten eine Operation gemacht, die unter demNahmen des Ohremnäuselns bekannt ist. Eswerden nähmlich zwey Bleche, die die Gestaltnnes gut gebildeten Ohrs haben, das eine au-s'crhalb und das andere innerhalb des Ohrs an-gelegt und durch eine Schraube befestigt; als-dann wird das, was über den Blechen hervor-ragt, mit einem scharfen Instrumente wegge-schnitten. Der Knorpel, der nach der Abnahme
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