Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

der Bleche hervorsteht, wird, um den kahlenRand zu vermindern und eine mißfällige Narbezu verhüten, sorgfältig weggenommen. Eö hin-terbleiben aber dennoch, wenigstens für einenKenner und genauen Beobachter, sichtbare Spu,ren dieser Operation.

Es ist auch in den neuern Zeiten Modegeworden, besonders solchen Pferden, die zu lan-ge oder auch zu breite Ohren haben, nach demGebrauche der Engländer, die Ohren über einerangelegten krummen eisernen Klammer spitz undmehr oder weniger kurz zu schneiden, wodurchaber der natürliche Umfang derselben ganz auf-gehoben wird. Diese Operation, die unter demNahmen Dkrenstuyen bekannt ist, gibt demPferde ein nettes, freundliches Ansehen und fin-det so viel Beofall, daß sie auch nicht selten beysolchen Pferden gemacht wird, die in.Absicht derGestalt der Ohren gar nichts widerliches haben.

Daß die Pferde nach dieser Operation, we-nigstens vor der Hand, kopfscheu werden, auchdas Gehör durch eine so beträchtliche Verkleine-rung des äußern Ohrö merklich vermindert wird,ist leicht einzusehen. Ohne dieß hat es nochden großen Nachtheil, daß das empfindliche Ge-hör-Organ nicht hinreichend mehr vor Regen,Schloßen, Wind u. s. w. geschützt wird; daherdenn dergleichen verstümmelte Pferde ihrem Reu-ter durch Schütteln mit dem Kopfe und durch. Unruhe zu Zeiten sehr lästig und unangenehmwerden. '

Hasenohren sind solche, die zu hoch, mit-hin zu nahe zusammen sitzen. Sie erhalten die-sen Nahmen in Rücksicht der Ähnlichkeit ihrerStellung mit den Ohren einFS Hasen, und wer-den allgemein für einen Uebelstand gehalten.

Man