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Ragen sie stark hervor und sind die Angengru-bcn, wie es alsdann öfters der Fall ist, sehrvertieft, so erhält das Pferd hierdurch eine un-angenehme und finstere Physiognomie, die demsel-ben einige Ähnlichkeit mit einem Esel gibt.
Die Haare der Augenbogen entfärben sichan dunkelhaarigen Pferden bey herannahendemAlter mehr und mehr, und werden endlich alleweiß. Die Zeit aber, wenn dieses geschieht, laßtsich nicht wohl angeben, indem diese Verände-rung der Haare bey einigen Pferden früher, beyandern später erfolgt. Roßkämme suchen dieseAnzeige von Alter nicht selten dadurch zu ver-bergen, daß sie, wenn erst wenige weiße Haarevorhanden sind, solche ausrcifsen, und wenn daSwegen ihrer Menge nicht mehr angeht, ihnendurch Austragung einer Farbe oder Beitze eineden Haaren auf dem übrigen Körper gleicheFarbe geben.
9) Der Augenlieder sind an der Zahlzwey, nähmlich ein oberes und ein unteres. Dasobere Augenlied, welches das größte ist, muß wohlaufgezogen, dabey fein und mager seyn, und inseinen Bewegungen nichts gezwungenes und Dam-pfiges haben. Ist es voller Falten und eingefal-len, und dessen Bewegung krampfig: ft> ist esein Zeichen von fehlerhaften Augen und einemschwachen Gesichte. Das untere Äugenlied bedarfweniger Aufmerksamkeit, als das obere. Es mußebenfalls sehr mager seyn und gut anschließen.
10) Die Augenwimpern sind die verschie-denen Reihen Haare von der Lange etwa eineshalben Zolls, die sich am Rande des obern Au-genliedes befinden. Sie dienen dem Auge zumSchuhe gegen fremde Körper, und schwächen dieKraft dcr Lichtstrahlen, die von oben herunter
fallen,