Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
130
JPEG-Download
 

izo Pferd.

der Regenbogenhaut befindet. Um die natürlicheFarbe der Pupille eines gesunden Auges genaukennen zu lernen, ist eine wiederhohlle und sorg,faltige Besichtigung derselben erforderlich. DiePupille zieht sich zusammen, wenn ein Pferdaus dein Dunkeln ins Helle, und erweitert sich,wenn es aus dem Hellen ins Dunkle geführtwird. Je geschwinder die Erweiterung und Ver«cngerung dabey geschieht, für desto gefühlvollerund gesunder ist das Auge zu halten.

Beyde Pupillen müssen einerley Größe ha»bcn, indem im entgegengesetzten Falle das eineoder nach Umstanden beyde Augen krank sind.

In einem gemäßigten Lichte dürfen die Pu-pillen nicht zu groß seyn und sich in einer zir-kelahnlichen Gestalt zeigen, widrigenfalls derglei-chen Augen schwach sind und Neigung zu Krank-heiten verrathen.

Die Draubenkörner sind gewöhnlich dreydicht neben einander liegende schwarze Flocken,die sich an der Iris und zwar am obern Ran«de der Pupille befinden und in dieselbe Hinab-hängen. Sie dienen einen Theil der Lichtstrah-len abzuhalten, die von oben hinab ins Augefallen, und kommen vorzüglich in einem hellenLichte bey zusammengezogener Pupille hervor.Auch auf dem untern Rande der Pupille, geradeden Traubenköcnern gegenüber, bemerkt man inHellem Lichte ebenfalls einige ganz kleine schwarzePünktchen.

Wenn die Traubenkörner sehr dick sind undtief in die Pupille Hinabhängen, das entwederein angebohrneö Uebel ist, oder auch zu Zeitennach gehobenen heftigen innern Augenenrzündun-gen gefunden wird; so verhindern sie das Ein»fallen der nöthigen Strahlen und schwachen da«