Pferd. 129
dieser Gattung von Pferden in der Regel eineschwarze Iris eigen.
Glasaugen nennt man solche, bey denendie Iris weiß ist, wie dieß bey den perlfarbigcnPferden (Jsabellen) und auch nicht feite» beySchecken und Tigern und solchen Pferden, dievon dieser Raße abstammen, wie auch bisweilenbey den Pferden, die eine große Blaße (Leuchte)haben, der Fall ist. Die weiße Iris ist an ih-rem innern Rande etwa eine Linie breit dunkelgefärbt, auch sind die sogenannten Traubenkor-Ner in solchen Augen fast immer schwarz.
Die Glasaugen haben mit den Augen derweißen Kaninchen und Kackerlacken eine auf,fallende Aehnlichkeit; jedoch ist die Pupille ge-wöhnlich nicht rosenfarbig, sondern nur etwasHeller, als bey andern Augen. Sie sind die>enin Hinsicht auf ihre Güte gleich zu halten; i,n-dessen sind sie gleich den Augen der Kackerlackenempfindlicher und reihbarcr gegen das Licht, der-gestalt, daß sich ihre Pupillen in Hellem Son-nenlichte so zusammenziehen, daß nicht eine zumdeutlichen Sehen erforderliche Anzahl von Strah-len durchfallen und die Gegenstände deutlich ab-bilden kann. Daher sehen denn perlfarbigePferde in sehr Hellem Sonnenlichte unvollkom,men und sind auch um deswegen etwas scheuund unsicher im Gebrauche.
Falken > oder Birkaugen nennt mansolche, die eine hellbraune Iris haben. Siewerden nicht selten bey den hellbraunen undfalben Pferden gefunden. Dergleichen Augenerheben sehr das Feuer derselben und geben demPferde einen sehr muntern Blick.
Die Pupille, der Gcern, oder das Grra-lenloch ist das langlicht runde Loch, das sich inwer. rechn. Enc. LX. Theil, I der