Pferd.
rZ4
Wahrnehmungen, eine Neigung zu Augenent«Zündungen haben soll.
D»e Zahnfistcl hat ihren Sitz in den an«gefressenen Wurzeln der Backenzähne und istan einem kleinen Geschwüre, das eine flüssige,nicht selten äußerst stinkende Materie ausflleßenläßr, zu erkennen. Schiebt mian einen Sucherin das Geschwür; so stoßt man sogleich auf dieentblößte Zahnwurzel. Dieser Fehler entstehtgewöhnlich von äußerlichen Ursachen, als voneinem Schlage oder Stoße, und kommt wegender langen münittelbar unter der dünnen Äno-chenplatte steckenden Zahnwurzeln gewöhnlich nurden jungen Pferden vor. Die Zahnfistcl kannnicht anders als durch die mühsame und mitGefahr verbundene Wegnahme des kranken Zahnsgeheilt werden.
19) Die Nasenlöcher befinden sich bekann-termaßen unten und seitwärts an der Nase.Sie gleichen in ihrer Gestalt den Ohren beyMenschen, oder zwey gegen einander gestelltenkleinen lateinischen 8. Sie müssen gut geöffnetund mit einer feinen Haut und seideahnlichcnHaaren bedeckt seyn. Große Nasenlöcher ver-schönern das Pferd und sind Zeichen von eineredlen Raße.
Bey einigen Nationen ist es Gebrauch, denPferden, die sie zum Kriege und schnellen Lau«fen gebrauchen, die Nasenlöcher aufzuschlitzen,um ihnen einen leichtern Athem zu verschaffen,und sie am Wiehern zu hindern. Wer aberden Weg, den die Luft beym Athemholen geht,genau kennt, wird leicht einsehen, daß diese Ope-ration unmöglich die Respiration zu erleichternim Stande ist, auch das Wiehern nicht ver-hindert, sondern nur dessen starken Ton dämpfen
und