Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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142 Pferd.

Stelle wird durch die Pferdemittelzähne erseht.Sind diese völlig heraus und mit den Zangen«zahnen in gleicher Höhe, auch mäßig abgerie-ben; so ist das Füllen für vier Zahr alt zuhalten.

Bey dem Wechseln der Milchmittelzahnefallen auch die vier noch zurückgebliebenen Milch«backenzahne aus, nähmlich der dritte an jederSeite von unten, und es kommen an bereuStelle Pferdebackenzähne hervor. Auch brechenin diesem Alter noch vier Backenzähne aus,welche die sechsten und letzten in jeder Reihesind.

Bey Hengsten und Wallachen kommen ge-meiniglich gegen das vierte Jahr die Haken- oderSpitzzähne in der Vorder-., und nach dem vier»ten Zahre in der Hinterkinnlade hervor. BeySturen sind diese Zähne selten durchs Zahn«fleisch gewachsen, und wenn sie es sind, so pfle«gen sie doch sehr klein zu seyn. Es ist in allerHinsicht gleichgültig, ob Stuten diese Zahne ha-ben oder nicht, indem alles, was die Sage da-von erzäolt, auf Vorurcheil gegründet ist.

Selbst unter den neuen Schriftstellern sindeinige, die behaupten, daß der Durchbruch derSchneidezähne, noch mehr aber der Hakenzähnenicht selten mit großen Schmerzen begleitet sey,so, daß öfters Bauchflüsse und sogar Verdunke-lung der Augen dadurch bewirkt werden könnten.Andere haben es nicht beobachtet, daß die Fü^len in dieser Periode Hauffger, als zu andernZeiten Augenzufälle bekommen. Die Lage derHakeniahne und ihre Entfernung von ansehnli-lichen Nerven bey Pferden läßt auch nicht be-gr ifcn, wie ihr Ausbruch von solchem Einflüsseauf die Allgen und den ganzen Körper seyn

könne,