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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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IZ2 Pftrd.

graben. Zllsdann wird etwas Vitriol in die ein-gegrabenen funden gegeben, worauf sie mir ei-ln m glühenden Eisen schwarz gebrannt werden.Wollen die Roßkamine es recht künstlich machen,fo graben sie geringe Kunden auf Vlt Mittel«zahne, und geben ihnen ebenfalls eine schwarzeFarbe. Daß die langen, Zahne von Roßkümmel»abgesaget und das Pferd durch ihre Verkürzungjünger scheuend gemacht werden sollte, wle die«ses von verschiedenen behauptet, und von man-chen für wahr gehalten wird, können nur dieje-nigen glauben, denen die zum Sägen und Fei-len sehr ungeschickte und zu harre Substanz derZähne gar nicht bekannt ist, zu geschweige«, daßdiese Künstelet, sogleich augenfällig werden müß-te, weil die abgekürzten Schnndezähne nicht ge-nau auf einander paffen würden.

Ein auf die eben beschriebene Weise prapa-rirtes Pferd wird gewöhnlich vvm Roßkammefür sechsjährig ausgegeben und verkauft. Es istzwar nicht zu leugnen, d ß es den gewinnsüchti-gen Rosskammen oftmahls glückt, dergleichenPferde, die in der Kunstsprache des Ropkammsgt'Iirschce Pferde genannt werden, nach Wunschan Mann zu dringen. Wer mdeffcn nur eini-germaßen die Beschaffenheit der Zahne in demverschiedenen httter kennt, wird schwerlich durcheinen solchen Betrug hinccrgangen werden können.

Die Kunden der gegirschren Pferde habennie eine natürliche, glatte, längliche runde Gestalt,sondern sie haben vielmehr von dem ciusgeglute-nen Grabstichel am Rande Schrammen. Vorzüg-lich kenntlich sind die nachgemachten Kunden da-durch, daß ihnen an ihrem Umfange die emaille»m Einfassung fehlt, welche die natürlichen ha-ben- Wer übrigens die Beschaffenheit und die

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