Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. izz

Veränderungen, die an denselben vorgehen, sorg-fältig stururr hat, dem wird auch jede Künste-lei), die daran vorgenommen wird, nicht unbe-merkt bleiben.

Die vorstehenden Regeln, das Alter einesPferdes zu erkennen, sind vom Herrn Hade-rn an n angegeben worden. Da dieses überhaupte,:> wicht.ger Punct ist, und es beym Pferdehan»del immer sehr darauf ankommt, wie alt einPferd »st, wiewohl man ein Pferd von hohemAlter immer mehr nach dem Ansehen und seinenKräften als nach der genauen Anzahl seiner Jahrre kauten wird, weil manches Pferd sich vieleher abnutzt, als ein anderes, jenachdem seineRaße ist, und es gehalten wurde: so will ichhier noch etwas mehr über diesen Punct hinzu-fügen, und zwar das, was PrizeüuS in sei-ner vollständigen Pferdewiffenschafc *) S. 107fi. darüber sagt Nur ist zu bemerken, daß Pri-zeliuv die Kennzeichen d.S Alters etwas höherhinaus rechnet, als man es mir Sicherheit thunkann, worin er einigen französischen Schriftstel-lern gefolgt ist. Wenn man ihm darin auch nichtbei vflichrer, so ist es für einen Pferdekenner dochnützlich, mit diesen Angaben wenigstens bekanntzu lepn.

Das Alter der Pferde wird an den vorder»S'bscbnirtjäbnen, und an den Haken erkannt. Ueber-l-a-ipr hak ein P erd 40 Zähne im Maule-, nähm-lich: 72 vordere Adschnittzähne, 2g Gkoükzähne, und4 Haken, welche letzter» aber, der Regel stach, denElrurcn fehlen.

Die Benennung der Abschnitlzahne rühret da«ver, weil die Pterde mit denselben das Gras gleich-em abschneiden: denn ein Pferd nimmt das Grasan der Erbe weg, wie Hornvieh, wrl«cvrs es mit der Zunge in das Maul jlehet, und ab-

K 5 beißet.

Leipzig 1777. 4.