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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. r6z

das Gebiß liegen und wirken muß, so verdientdieser Theil vornähmlich bey Reitpferden' Auf-merksamkeit.

Die Enden dürfen weder zu hoch und scharf,noch zu niedrig und rund seyn, wenn das Ge-biß eine gehörige, Wirkung darauf thun soll.Im ersten Falle har das Pferd ein äußerst eunpfiudüchcö) und ün mndern ein sehr gefüh'st'Maul, Diese Theile- werden nicht selben vornGebisse verletzt und bekommen schmerzhafte Wun-den, die sich dadurch am ersten zu 'erkenisti? gecden, daß das Pferd keine Anlehnung auf dasMundstück nimmr,: und -bey der geringsten'Wir-kung bestechen N!lt:dem Kopfe schütcest^stch wohlgar bcmmt und demLtZilleu des Reirters rnchlfolgt. Man übcrzernst-«sich näher 'von'den ver-letzten Laden, wenn man sie mit'dem Fingeruntersucht, dä man denn nicht selten auf denentblößten -Knochen'fühlte

Die Beschädigung der Laden ist zwar inden gewöhnlichen Fällen g,nd bey angemessenerBehandlung nicht gefährlich und deren Heilungnicht sehr langwierig; dem Pferde darf aber'vorder völligen Heilung kein Gebiß angelegt werden.

29) Die ?äl"igcrzr'tzc»r, von einigen auchGallen genannt, stltd zwey kleine "zitzeuförmigeKörper, die sich unter der Zunge verschiedeneFinger breit über den Schneidezähnen befinden.Unsere Vorfahren-schnitten sie oftmahls weg,weil sie dafür hielten, daß sie das Pferd amSaufen hinderten. Einige neuere Schriftstellerrathen eben diese Operation, wiewohl mit gro-ßem Unrecht an, indem es ihnen nicht bekanntist, daß sie dieser Thierart eigen sind. Siehaben kleine Oeffnungen, die mit Speicheldrüsen irrVerbindung stehen, und Speichel auöstießen lasten.

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