Pferd. 201
der Schenkel daraus; ein Mangel des Gebäudes,der dem -Pferde zum Reitdienst nicht die besteEmpfehlung gibt.
In Hinsicht der Bewegung gibt die mehroder weniger nach auswärts gerichtete Stellungdes hintersten Theils des Querbeins zu dem feh-lerhaften Gange, welchen man das Fuchtelnoder Billandiren nennt, Anlaß, so wie die zuviel nach einwärts gerichtete Stellung diesesTheils das Kreuzen hervorzubringen im Stande ist.
Jede dieser Stellungen bringt die vordemSchenkel aus dem mechanischen Gleichgewicht,schwächt die Tritte des Pferdes, und macht siemehr oder weniger unsicher.
Das .Qucrbein muß, wenn es schön seynsoll, mäßig fleischig seyn, im Schultcrgelenk nichtso sehr hervorragend, nicht weit vor, und vornenicht zu viel einwärts oder auswärts stehen, undgleich der Schulter mit wenig fleischigen elasti-schen Muskeln bedeckt, frey und beweglich seyn.
Unter die Gebrechen, welchen das Querbeinvorzüglich unterworfen ist, gehören äußerlicheVerletzungen. Schlage von andern Pferden ver-wunden, wenn sie in der Kuppel geführt werden, >oder bey Hengsten, wenn sie sich unvorsichtig derStute nähern, und zu der Bedeckung erheben,diesen Theil nicht selten; Quetschungen, die baldmit Fletschverlust, bald nur durch Geschwulst,Spannung und Hitze sichtlich werden, und ge-wöhnlich nicht sogleich zu heilen sind, wenn siegerade das hcrvcrstehende Gelenk dieses Kno-chens mit dem Schulterblatte verletzten, und bisaus dir Gelenkbänder und sehnigen Ausbreitun-gen der Muskeln einwirkten.
Eine andere Krankheit dieses Theils, dieaber mehr in der Einbildung und den Köpfen
N z kennt-