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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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2O§ . Pferd.

sich wohl gar über 'die ganze innere Flache desSchenkels.

Ob sie schon die meisten Mahle, und mankann vielleicht mil Zuverlaßigkeit behaupten, allemahlvon dem Druck des Stollens entstehen: so siehtman sie jedoch auch bey andern Pferden hervor-kommen, die nie beschlagen waren; ja man hatsogar die Erfahrung gemacht, das; einige Pferdeihre Krankheitematerie, ihren Fieberstoff, ihreDruse durch diesen Weg absetzten, bey welchenman sie also mehr für ein kritisches Geschwüransehen muß. Auch die Raße des Thiers tragtzu ihrer Erscheinung vieles bey: die Dänischen,Hollstenuschen, und viele Deutsche Pferde habendie meiste Anlage hierzu.

Die bösartigsten Stollbeulen können nurdurch den Schnitt, oder die Eyterung geheiltwerden. Operationen, nach deren Heilung jedes-mahl Hautfalten in dieser Gegend zurückbleiben,die uns bey dem Einkauf mißtrauisch machenmüssen, da dieses Uebel bey jeder neuen örtli-chen Veranlassung mit vermehrter Stärke zu-rückkehrt.

Eine andere Gattung von Geschwülsten,die bisweilen an dem untern Theil des Kegel-beins, gleich oberhalb der ersten Reihe der Knie-knochen, entstehen, sind die sogenannten Llusigal«lm.

Sie bestehen in weichen, bald größern, baldkleinern Erhöhungen, die sich im Fachergewkbeder Sehnenscheide, oder im Zellgewebe des Kap-selbandeS bilden. Größtentheils sind sie Folgenvon Zu vieler Arbeit, vorzüglich von zu zeitigerAnstrengung. Bey einigen Thieren scheint jedochauch dieses Uebel in der Raße zu liegen, wo eine