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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 205

Nach der Natur des untern Gewindge enks,welches das Bugbein mit dem Kegec verbindet,kann sich der Arm nach zwey entgegengesetztenRichtungen bewegen, er beugt sich vorwärts, undstr.ckl sich rückwäut. aus. In dem Ruhestanddes Pferdes besitzet sich der Schenkel auf dunäußersten Punkt des Ausstreckens-

Nebst den allgemeinen Krankheiten, denendieser Theil des Körpers ausgesetzt ist, ,gibt es'noch eine Gaumig Geschwülste, die dem äbegclallein eigen sind. Sie entstehen an d.m obernuno Hintern,Thckl des Ellenbogens, und gehörennach der Lehre der Chirurgie unter das Kapitelder gequetschten Wunden.

Man hat ihnen den Nahmen Srollbeulcngegeben, weil man Ursache hat zu glauben, daßsie die meisten Mahle von dem Druck der Stol-len bey dem Liegen des Thieres entstehen.

Sie erscheinen ais bailensbumge Geschwül-ste von kalter, stirrhdser, chronischer Arr, undsind nach der Größe, nach der Gestatt des ge«quetschten Körpers, und nach der Ltruttnr desleidenden Theiles selbst, mehr oder weniger ver-schieden, mehr oder weniger schädlich.

Am haustgsten kommen he bey Pferden vönschlechter Raße vor. B sonders ist dieses Ue,bei den HoUsteliuschen Picrdcn eigen. Seltenersieht man es bey guten Gestülepstrd-n, aber »ochseltener bey Pferden von Spanischer, Türkischer,Arabischer nno Polniicher Aokunfc.

Ihre Grösze ist verschieden; emige sind rund,einige yaldrunv. einige glatt, andere breit, einigesind wie ein Apfel, andere wie eine Faust, einigewie der Kops eines kstuicn Kindes. Einigenehmen nur einen Theil des Ellenbogens ein,andere bedecken ihn ganz, und einige verbreiten