Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. ' 229

die Theil« von der Haut entblößt, oder die Haar-wurzel zernichtet worden, so bleiben kahle Flek-ken an dem Orte der Verletzung zurück; indes-sen können sie auch bey gepflasterten Standenvon einem schlechten Stre'.flager herrühren, oderdaher entstehen, wenn die Pferde sehr unruhigsind, und mit dem Knie gegen die Streukam-mern stoßen. Größere Quetschungen, die bisauf das Wesen des Kapselbandes eindringen,bringen nicht selten den Rmeschwamm hervor, —eine kalte Geschwulst, die bald einen größern,bald einen kleinern Raum auf der vordern Flä-l ehe des Kniees einnimmt. Roßtäuscher gebenihn bey kenntnißlosen Käufern für einen Schlagvon andern Pferden aus; da aber dieser mitHitze, mit Spannung, mit Schmerz begleitet,jener aber kalt, und beym Angriff fchmerzloel ist,so sind beyde Verletzungen leicht zu unterscheiden.

Der Knieschwamm gehört mit unter diedem Dsenst nachteiligsten und unheilbarstenKrankheiten Das Pferd, welches an diesemGebrechen leidet, geht mehr oder weniger lahm,nutzt sich.auf dem gefunden Schenkel, der mehrLast des Körpers auf sich nehmen muß, als ihmnach der Einrichtung der thierischen Natur zu-kommt, vor der Zeit ab, indessen an dem kran-ken Schenkel die Geschwulst, die Steifheit, dieUnbewegsamkeit immer mehr und mehr. zunimmt,und der ganze Schenkel immer schwacher, kraft-loser und unbrauchbarer wird.

Am.Hintern Theile des Kniees oder derKniekehle, entstehen bisweilek Sprünge oder

Risse in der Haut, — eine Krankheit, die. dieSchmiede Raspe oder Rappe neqnen. Siesind eine eigene Gattung vön Gebrechen, diel weder rauben- noch flechtekMtig sind. Am mei-V»c. rechn. EnckküHrTH. H siel,