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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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2! 4 Pferd.

nig bekannt sind, halten, wenn sie mit demFinger an dem Schienbeine herabfahren, diespitzigen Fortsätze der Griffelbeine für Auswüchse.Will man Ueberbeine, suchen, so muß man sienicht mit den Handen, sondern mit den Augensuchen. Ein schiefer Blick von vorn nach rück«wartS entdeckt sie; doch können sie auch, wennsie größer geworden, sich durch das Gefühl ver-rathen, besonders jene, die sich mehr unter demKnie ansetzen.

-Oft sind die Ueberbeine erblich, oft entste-.hen sie von äußerlichen Verletzungen, als Schmis-sen , Schlagen, Stößen u. d. g. Bey jungenPferden kann man diesen Fehler leicht erregen,wenn man mit einem Schlüssel oder einem an-dern eisernen Instrument öfters an einen Ortdes Schienbeins klopft, — ein Reitz, durch welchenman sie in kurzer Zeit zu erregen im Stande ist.

Aus eben dieser Ursache sieht man sie beyjungen Pferden entstehen, die sich aus Unruheimmer mit den Vorderschenkeln gegen die Streu-kammer stoßen. Roßlauscher reiten bey demVerkauf Pferde mit diesem Fehler im Koth,um ihn vor dem Käufer zu verstecken.

Am untern Ende des Schienbeins, wo essich mit dem Knöchelgelenk verbindet, trifft manzuweilen Flußgallen an. Diese weichen, wellen-förmigen Erhöhungen sind in Hinsicht ihrerGröße und Harte verschieden. Die meistenMahle sind sie eine Folge der Raße, des Klümas und der Aufenthaltsörter. Pferde, die inniedrigen, nassen, sumpfigen Gegenden gebohrenund erzogen werden, als die Frisischen und Holl-sieinischen Pferde, haben die meiste Anlage hier-zu. Frühzeitige Anstrengung beschleunigt ihre