Pferd.
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Entwickelung, und fortgesetzte Strapazen ihreimmer mehr und mehr zunehmende Größe.
Sie sind. wie die Ueberbeine, einfach unddurchgehend. Mit dem ersten Nahmen bezeichnetman diejenigen, die nur auf einer Seite hervor»kommen, mit deck letztem die, welche an bey-den Seiten merkbar werden.
Die größere oder geringere Bedeutung die-ser Gallen beruhet auf dem Alter, und demPreise des Pferdes. Findet man sie bey jungennoch unausgewachsenen Thieren, so hat man umso mehr Ursache mißtrauisch zu seyn, besondersdann, wenn das Pferd noch gar keinen Dienstgethan hat. Ist indessen das Pferd schon vongewissen Jahren, und hat es schon viel gearbei-tet, so braucht man dieser Gallen wegen nichtso besorgt zu seyn; denn in der That verursa-chen sie nur > äußerst selten eine Entzündung,und eine daraus erfolgte Lähmung.
Für Pferdckaufer ist in Absicht der Fluß-gallen noch folgende Bemerkung wichtig: nähm-lich daß sie Pferde nach einem gemachten Mar-sche nicht sogleich mustern, sondern dieselben we«nigstenö einige Stunden, nachdem sie ausgeru-het haben, behandeln; denn sehr oft verschwin-den die Flußgallen nach einer starken Bewegung,und finden sich nach einer kurzen Ruhe vonwenigen Stunden schon wieder ein. Da diese Ge-schwülste im Sommer gewöhnlich stärker undgrößer sind als im Winter, so muß man beymEinkauf zur Winterszeit kleine Flußgallen nichtfür unbedeutend halten, weil sie im Sommergewiß ungleich größer seyn werden.