Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Art erregte, weiche man so oft bey Pferden, dievon diesenKothhaaren gänzlich bcfreyel worden,an dem untern Rauoe des Knöchels antrifft.

Bey russischen Pferden sind behangene' Schen^l ein specifisches Kennzeichen ihrer Ra-tze. Auch die böhmischen Landpferde sind vor-züglich damit mariin. Bey Pferden aus war-men Landern, bey Gestüten, die mit Beschelernvon arabi'cher, türkischer oder spanischer Abstam-mung beseht sind, trifft man sie selten odergar nicht.

Roßkamme reiten ihre Pferde vor demVerkaufe ins Wasser, wodurch die Schenkelhaarloser, feiner und glatter erscheinen. Mittenin dem Köthenzopf oder Kothhaacen, befindetsich ein Hornartiger Auswuchs, der von einigender Sporn genannt wird. Er steht in Absichtseiner Größe mit der mehrern oder wenigemMagerkeit des Schenkels im Verhältniß, undist von eben der Natur, als die Hornwarze amArme. Um diese Warze herum einstehen biswei-len bey Pferden, die starke Kothhaare haben,maukenartige Geschwüre, die die Warze öftersabfallend un^ den^Liang des Pferdes eng undgespannt, wo nicht lahm machen.

Noch gehören unter die vorzüglichen Ge-brechen des Knöchels, die äußerlichen Verletzun-gen, welche nach dem Streichen oder Anschla,gen des anderen Schenkels entstehen. Am öfter-sten kommen sie bey Pferden, welche kreuzen,vor. Man erkennet sie, wenn an der innernSeite des Knöchels, nach hinten zu, die Hautverletzt ist, oder sich hier eine schwielige, Jau-che seigende Erhöhung befindet. Dieser Fehlerwird bey Pferden, die zu langen Marschen, zuanhaltenden Ritten bestimmt sind, sehr beben-