Pferd. 221
ttnd, da er den Gang der Thiere zaghaft, un-sicher, oder wohl gar lahm macht.
Eine eigene Krankheit, welcher bisweilender Knöchel bey Fohlen unterworfen ist, ist jenesErcigniß, das man bey Kindern die englischeKrankheit nennt. Sie besteht in einer Aufblä-hung der Geicnkknochen, oder vielmehr nur,ineiner Ausdehnung des untern Randes des'Schien-beines; sie verläßt jedoch die jungen Thiere wie-der, wenn sie in das Pfervealter treten. .
An den Seitenflächen des Knöchels findensich oft kleine Flußgqllen, die mit dem Wesenund der Entstehung der Fluß oder Gclenkgajlendes Kniees vollkommen übereil« kommen; .sie ver-mindern zwar den Werth des Thiers, ohne je-doch -seinem Dienste, wenn sie nicht zu zahlreichund von einer bedeutenden Größe sind, nachlhei,lig zu seyn.
xm. Bon der Fessel. . 7
Das Fcsselbein gehört mit unter die Zahlder cnlindrischen Knochen. Es folgt auf d,aSSchienbein und die Gleichbeine, und ist um zweyDrittheile kürzer, als das Schienbein.
Alle Pferde von edler Abstammung habenverhältnißmaßig längere Festelbcinc, als'die vongemeinem Schlage. Die erster» sind dünne, oh-ne schwach zu seyn. Die Harte ihres Wesensersetzt den Mangel an Dicke.
Der Fefselknöchen muß in einer schiefenRichtung vom Knöchel vorwärts nach dem Hufegehen. , Weicht die Stellung dieses Knochensvon der Richtung ab, so daß cr sich zu viel aufdie eine oder die andere Seite wendet, so drehter die Fessel aus dem Blepmaß, und das Pferd
wird