Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 22H

Nach vorwärts, die sich die Thiere unter den am-geführren Verhältnissen, bey einem Bcrgabfüh-renden Wege leickr zuziehen können. Ucberdießliegt die Dauer oder die vermehrte Kraftauße-rung bey der Arbeit, oder die Ausdauer beyStrapazer weder in der Fessel selbst, noch inihrer Richtung; sie liegt im Blute, in der Ra-ste, in oer Abstammung, in den Grundfasern,und in der Mischung der Safte. Wir sindeiroft, dast lang gefesselte durchtretende Pferde diekurz und gerade gefesselten in jeder Hinsichtder angegebenen Dienstleistung weit übertreffen;ja man kann im Ganzen genommen behaupten,dast die kurzgefesselten Pferde an Ausdauer und" Kraftaußerung fast jedesmahl hinter den lang' gefesselten zurückbleiben werden, da die ersten' gewöhnlich von schlechter Raste, von schlaffenGrundfasern sind, in niedrigen, nassen und sum-pfigen Gegenden gebobren und erzogen worden^-— einem Klima, welches nicht das Vaterland gu-ter und dauerhafter Pferde zu seyn scheint. Ei«ne lange Fessel hingegen verrath die edle Ab-kunft des PferdeS; sie ist ein specifisches Kenn-zeichen aller Pferde von arabischer, türkischeroder spanischer Abkunft, und eine eigenthümlicheEigenschaft aller guten Gestütpferde.

' Der Gang eines kurz gefesselten Pferdesist in Hinsicht auf den Reitdienst u.nangenehm,stauchend, und bald mehr bald weniger erschüt-ternd. Der Prall, welcher bey dem Auftrittedes Pferdes durch den ganzen Schenkel erfolgt,kann sich in den Winkeln des Fessesgelenks nichtverlieren, nicht abstumpfen, er lauft gleich,ammit vermehrter Kraft in dem Schenkel empor,und oe-ursacht dem Reiter die unangenehmsteerschü. rndste Bewegung. Ein lang gefesselter

Scheu«,