Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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2Z8 Pferd.

Sind die Nieren zu lang, so erscheinen dieFlanken wegen des großen Abstandcs, der zwi-schen den Hüften und dein letzten Paar Rippenstatt findet, nicht gefüllt und schön, vielmehrsind sie tief und eingesenkt. Man nennt diePferde, welche einen solchen Bau haben, lang-gerippc, so wie man diejenigen kurzgerippr odergeschlossen nennt, bey denen die Hüften nahebey den letzten Rippen sind, mithin die Flankennicht hohl, sondern schön gefüllt erscheinen. Lang-gerippte Pferde mißfallen nicht allein dem Auge,sondern es sind auch meistens schlechte Arbeiter,dahingegen find die kurzgerippten geschlossenenPferde allgemein als solche, die sich leicht ernah?ren lassen und gut auödauern, bekannt.

Einen Rameels-, Rarpfcn- oder Esels«rücken nennt man denjenigen, woran die Nie-ren mit einem Theile des Rückens aufwärts ge-bogen sind. Er entsteht gewöhnlich von Natur,kann aber auch darin seinen Grund haben, daßdas Pferd in der zarten Jugend zum starkenZiehen gebraucht worden ist. Man halt ge-wöhnlich dafür, daß sich die Pferde mit einemdergleichen Rücken vorzüglich zu Packpferdenschicken, indem der aufwärts gebogene Rückenviel Widerstand und Kraft verspricht; alleinauch zu diesem Dienste verdienen die Pferde miteinem geraden Rücken gewiß den Vorzug.

Magere und vor der Rruppe eingesenkteGieren sind als ein Zeichen von Schwächeanzusehn.

III. Von den Rippen.

Die Rippen machen die Seitentheile derBrust aus. Sie stoßen oben an den Rücken,

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