Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
239
JPEG-Download
 

Pferd. 2ZY

Vnteri an die Brust und den Bauch, vorn andie Schultern und die Buge, und hinten an dieFlanken und Weichen. Sie müssen möglichstrund herausgezogen seyn, wenn sie eine gehörigweile Brusthöhle und einen schönen ronnenför-migett ^eib bilden sollen.

Plarrgerippre j)serde nennt man die, de-nen die Ripven nicht rund gebogen, sondernplatt gedrückt sind. Der platte Bau der Rip-pen verursacht einen häßlichen Leib, und gibteine Veranlassung zu einem dicken und Hangen-den Bauche. Auch Hit dieser häßliche Bau mehroder weniger bösen Einfluß auf die Brust, je nach-dem er in größerm oder geringerm Maße zugegenist. Man pflegt übrigens nur unter den Pferdenvon gemeinem Schlage platkgcrippte anzutreffen.

Brandflecke werden häufig auf den Rip-pen angetroffen. Es sind mehr oder wenigergroße, vom Drucke des Sattels oder des Ge-schirrs verursachte, harte und abgestorbene Stel-len in der Haut, deren Absonderung und Hei-lung nach Maßgabe ihrer Größe und Dickebald geschwinder bald langsamer geschieht.

IV. Von den Flanken.

Die Flanken befinden sich unter den Nie-ren, und erstrecken sich von der Gegend zwischenden letzten Rippen und den Hüften an bis ganzhinunter. Der untere Theil verleiben wird ge-wöhnlich die weiche genannt. Die Flanken müs-sen nicht zu breit und schön gefüllt seyn, widri-genfalls wird das Pferd verstellt. Auf die Be-wegung derselben hat man bey der Besichtigungeines Pferoes sowohl im Stande der Ruhe, alsauch vornahmltch, wenn es bewegt worden, sehr

1 »