Pferd. 249
Hüfte nur wenig kürzer als die andere, so wirdes, wenn das Pferd bey Fleische ist, fast un«rnerklich und schadet demselben auch nicht imDienste Ist sie aber um ein beträchtliches kür-zer, so wird dadurch das Auge beleidigt und dieeingedrückte Hüfte verursacht eine Schwäche indem Hinterschenkcl.
Die Pferde, die das eben beschriebene schö-ne Kreuz haben, sind nach ihrem Baue vorzüg«lich alsdann zum Englischen geschickt, wenn derSchweif beym Gange derselben in einem starkenBogen abgetragen wird,
Ein abhängiges, abgeschliffenes oder ab-geschlossenes I»rcuz heißt man das, was vonder Sene getrachtet, als platt gedrückt oder ab-geschnitten erscheint. Es liegt dabey ein zugerade gestelltes Becken, und wenn es nicht vielabhängig ist, nur eine zu abhängende Richtungdes heiligen Beins und der ersten Schwcifwir-belbeine zum Grunde. Ein abhängiges Kreuzmacht einen Uebelstand aus, und wird-dahernicht geachtet, wiewohl es zu Zeiten mit vielenKräften verbunden ist. Zum Englischen schickensich die Pferde mit diesem Kreuze nicht, dennes fehlt ihnen an natürlicher Anlage, den Schweifhoch zu tragen. Sie qualisiciren sich aber vor-züglich zum Lasttragen.
Esels- oder Schwcinckreuz nennt mandas, was die Gestalt eines Kreuzes von einemEsel oder Schweine hat. Da es kein vollesund rundes Ansehen hat, so wird es nicht son-derlich geachtet, indessen ist es zu Zeiten mitvieler Kraft verbunden. Man finde? die Esels-kreuze vornahmlich beyden Spanischen Pferden,und es ist bekannt, daß sich diese besonders durch' Q 5 Feuer