Pferd. 2Z7
ivarts beugt. Man nennet diese Pferde, wennsie vorbeschricbene Eigenschaften haben, girr ge-höhere Pferde *).
Sind hingegen die eigentlichen' Schenkel,Backen oder Dickbeine, zu gerade, zu dünne, zulang oder zu dick, zu fleischig, und unter derRübe zu weit auswärts, oder einwärts gewandt:so entfernen sie sich von der Schönheit undVollkommenheit, und geben den folgenden Thei-len eine fehlerhafte Richtung.
Diejenigen Pferde, denen das Schcnkelbeinzu gerade, und zu lang gelagert ist, verrathenSchwäche; der Schenkel überhaupt wird dardurch in allen seinen Theilen zu gerade, und dasHintertheil gewöhnlich zu hoch. Der Gangwird enge, und tripplich. Nimmt man diesePferde zusammen, so scheint es als wenn dieBänder in dem Sprunggclenke aus einander ge-hen wollen, und eö verursacht eine schwankendeBewegung und schlaffe, lose Beugung.
Sind die Schcnkelbeine zu krumm, und zuviel nach vorn gerichtet, so treten sie aus demBleymaß, das die Zehe mit der Kniescheibe ha-ben soll, und die Keule wird alsdann entwederzu lang, oder zu schräge von vorn nach hintenbis in das Sprunggelenk.
Im ersten Falle sagt man: das Pferd hatLrsscklendeu, oder Luchs», Vvindhunds« oderHasenlcnden.
Im zweyten Falle aber, weil die Theile zusehr gebogen, oder zu schräge in ihrer Richtungsind, nennet man sie säbelfüßig. Beyde Fälleverrathen Schwache, und der Gang ist schwan-kend,
*) Die englischen Pferde haben gewöhnlich gute Schenkel.
D«c. rechn. Lnc. LX. Th. R