2Z8 Pferd.
kend, schlampig, oder wackelig, und bey jedemTritte den sie machen, indem man sie in einan-der nimmt, beugen sich die Kniee auswärts.
Sind die Backen nach hinten zu zu dick,zu fleischig, und nach der Rübe zu, weit heraus«stehend, so hat es zwar nicht Schwache zumGrunde, sie verrathen aber doch etwas Schwereoder Nachlässigkeit im Hintertheile.
Ist der Schenkel am Ende des großenSchenkelknochens, und zu Anfange des kleinenSchenkelknochens, zu weit auswärts, so tragtes mit dazu bey, daß die Kniee zu nahe zusam-men kommen, so daß sie sich bisweilen berühren;daher werden diese Pferde Aniebohrcr genannt.Die Haupkursache davon liegt aber nicht sovielin dem Bau des eigentlichen Schenkels, sondernin den widernatürlichen Eindrücken, die die Keulein das Sprunggelenk macht. Bey ganz jungenPferden, welche noch im Wachsthum sind, sin-ket man diesen Fehler vielfältig, weil die Mus-keln noch nicht ihre Festigkeit erlangt haben.Sind aber die Theile recht gelagert, so verliertes sich im Pferdealter. Alle Pferde aber, welchein diesem Alter damit behaftet sind, haben einschwaches Hinterrheil und Übeln Gang. Stehendie Schenkel überhaupt mit den Beinen aus-wärts, und mit den Hessen zusammen, so wer-den die Pferde kuhfüßig oder ochscnfüßig ge-nannt. Sind sie nicht zugleich Kniebohrer, soist der Fehler minder groß.
Man unterscheidet die Ixuhfüße oder <l)ch-senfüße von dem Nniebohrcr darin, daß beydiesen die Kniee zu viel einwärts gekehrt sind,bey den Kniebohrern aber die Sptunggelenke zunahe zusammenkommen.
Sind