Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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ZO2

Pferd.

Wenn man den Trab naher betrachtet, sonimmt man folgendes wahr. Er besteht i. ineiner starken Bewegung. Die Starke der Be-wcgung spürt ein jeder Reiter am besten, wieer denn der unbequemste von allen Gangen ist.2. In einer geschwinden Bewegung'j'das ist, dasPferd muß seine Beine geschwind aufheben undniedersetzen, worin sich der Trab von dem Schrittam vorzüglichsten unterscheidet. Die Geschwin-digkeit des Trabes laßt sich nicht bestimmen, svn«dern nur VergleichungSweise mit dem Schrittbetrachten. Er muß diesen an Geschwindigkeitweit übertreffen. Nicht alle Pferde beweisendarin eine Gleichheit; denn ein Pferd, welcheseine erhabene Aktion hat, und also seine Gelenkestark bewegt, trabt ofc nicht so geschwind, alseines, welches weniger Aktion hat. weil diesesdie Gelenke vielleicht dreymahl bewegt, ehe siejenes zweymahl braucht; und dennoch kann esseyn, daß sie beyde einen Weg in ein und ebenderselben Zeit zurück legen, weil dasjenige, wel-ches eine starke Aktion hat, seine Schritte ver-größert. Inzwischen wird das mir geringererAktion, zum Campagnegebrauch dennoch denVorzug verdienen, z. In einer erhabenen Be-wegung. Auch hierin unterscheidet sich der Trabvon dem Schritte, weil das Pferd bey diesemGange seine Gelenke starker beuget, und ausdem Grunde ist er auch geschickter, die Gelenlezu entbinden und frey zu machen, wie derSchritt. 4. In einer Vorwärts gehenden Be"wegung. Der Trab geschiehet auf gerader Li-nie, und werden durch denselben die Schrillevergrößert und beschleuniget. 5. In einer ab-wechselnden Bewegung. Es werden jedesmahlzwey in das Kreuz seyende Füße aufgehoben,