Zl2 Pferd.
plocb einige Bemerkungen über verschiedeneElgcnchümllchkeiccn und Untugenden derPferde.
Die Pferde haben bisweilen noch allerleyEigenthümlichkeiten an sich, die mehr oder we-niger fehlerhaft sind, und die man kennen muß,wenn man ein Pferd richtig beurtheilen will.Manche haben es sich angewöhnt Leder undStricke zu käuen, andere haben pw häßlicheGewohnheit an sich, die man das Leinweber,oder den Bärcnrrirt nennr. Sie besteht darin,daß das Pferd vor der Krippe hin- und her-schwankt und auf einen Vorderfuß um den an»dern tritt. Feurige Pferde, die bey gutem Fut-ter und guter Pflege wenig arbeiten, gewöhnensich am ersten zu dieser Untugend, die vornähmelich in der Rücksicht sehr nachtheilig ist, weil siedem Pferde einen weiten Stand und einen ge-zwungenen, häßlichen Gang verursacht. Beydem Ankaufe eines Pferdes muß man dasselbeim Stalle vorher zu beobachten suchen, um eskennen zu lernen.
Das Nrippenseyen, Nöten, Bölken oderJoppen ist nach seinen Zeichen zu bekannt, alsdaß es einer Beschreibung bedürfte. Der Grunddavon scheint in einer fehlerhaften Beschaffen-heit der zur Beförderung der Verdauung sichin den Magen ergießenden Safte zu liegen, deregestakt, daß sich daher aus dem genossenen Fnt»ter eine widernatürliche Menge von Luft erzeu-get, die vermöge ihrer ausdehnenden Kraft denMagen beschweret, und das Pferd veranlaßt,solche portionenweise und in der Art eines Rälpeses von sich zu geben.