Z4v Pferd.
nieder, steht aber bald wieder auf; und wennman zuletzt eine starke Beruhigung auf einmahlwahrnimmt, so ist dieses nicht ein Zeichen derBesserung, sondern des herannahenden Todes.
Eine Nierenentzündung, wenn solche nichtLen Zeiten geheilet wird, geht entweder zumBrande oder Eitergeschwür über. Im erstenFall ist keine Hülfe; im andern steht noch westche zu erwarten-
Es ist bey dieser Entzündung stets ein in-flammarorischer Puls zugegen; das Pferd bezeigtübrigens eine große Steifigkcit im Rücken undKreuz, und wenn sich jemand darauf fetzt, solaßt es den Rücken unter Bezeiqung einer gro-ßen Beschwerde nachgrabe etwas sinken, dagegenist es kaum vermögend aus der Stelle zu gehen,und bezeigt sich dabey, als ob es sein Hinter«theil nicht nach sich ziehen könne; auch stellt essich dabey in Positur, als wollte es sich immerruedcrlegen.
Ist die Entzündung bey einer, z. B. derrechten Niere zugegen: so bezeigt das Pferd ei«ue Steifigkeit mit seinem Hintertheil nach derlinken, und so auch umgekehrt nach der rechte"Seite zu.
Der Urin ist im Anfange dieser Krankheitblaß von Farbe, und geht nur in geringerMenge ab; so wie die Krankheit aber zunimmt,wird derselbe immer dunkelrother; ist die Ent-zündung aber zum Geschwür übergegangen,siehr der Urin eytecarcig aus.
Die Urinblase ist zwar auch der Entzün-dung unterworfen; allein wenn das Uebel z"S^gen ist, so Hai man anders keine Kennzeichendavon, als daß das Pferd sich immer so stellt,als wollte es seinen Urin lassen, welcher abernicht erfolgt. Ane