Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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Oft sieht man auf der Hornhaut eine Un-gleichheit, oder einen erhabenen Rand, auch wei-ßen Fleck: solches gibt zu erkennen, daß dasPferd ehemahls ins Auge gestoßen oder gebissenworden.

Das Auge eines Pferdes, das den schwär-zen Scaar hat, sieht zu Zeiten eben so hell wieein gesundes aus; man muß daher, um die Au-Sen zu prüfen, sehr vorsichtig zu Werke gehen,wie rs oben, S. iZi gezeigt ist.

Ein Pferd, das die Lungenentzündunghat, hac einen sehr harten und vollen Puls,es bezeigt dabey eine große Trägheit und Mü-digkeit, die Augen sind entzündet, auch selbst vieSchleimhaut sieht feurig üuS, da doch ruese imGegentheil bey anbetn Fiebern blaßweiß aus-sucht; der Mist ist braun, hart Und glänzend;der Urin braunrvth und geht nur in geringerMenge ab. Ist es schon weit mit dieser Krank-heit gekommen, so sieht man ein starkes Zuckender Sehnen und Nerven; eS scl:mißet öfters,wird aber bald wieder trocken; und endlich,wenn das Maul kalt wird, so ist der Tod nahe.

Wenn ein Pferd bergab geritten wird, uNdes bezeigt alsdann einen Widerwillen, oder gibt«in Stöhnen von sich; so kaun man sicher glau-ben, daß es eine schadhafte Lunge habe.

Bey einer Magenentzündung ist zu An-fang ein geschwinder, harter und kleiner Pulszugegen; fangt ader der Puls an irregulär zuwerden, so ist die Krankheit gefährlich. Es ent?stehet auch öfters ein Schluchsett, und dieses istritt Hanpckennzetchen nur; auch bezeigt es gro-ßen Durst, und nach dem Saufen wird dasPferd jedesmahl ungcmein unruhig; es siehtganz wild und feurig aus, legt sich zu Zeiten

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