Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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über einander; und endlich schieben sie das Pferdzurück, und bey dieser Stellung kommen dieVoroerfüße nahe vor die Hinterfüße zu stehen;bleibt es nun bey diesen letztem beyden Positu-ren unbeweglich, und bey erstem unempfindlichstehen, so soll das Pferd zuverlässig den Kollerhaben. Allein diese angegebenen Hauptkennzei-chen, woran diese Aerzte diesen Fehler bemerken,wissen die Verkäufer auf eine geschickte Art zuverbergen; vas Hauptmittel dabey ist eine gutestarke Peitsche; und so oft sie mit den obigenProben, welche den Koller anzeigen sollen, Ver-suche mir einem den Koller wirklich habendenPferde machen, bekommt es grausame Peitschcn-schläge, und dieses wird so oft wiederhohlt, daß,wenn zuleht eine solche Probe von dem Arztoder Käufer gemacht werden soll, das Pferdsich zu dergleichen Behandlungen nicht gebrau-chen lassen will, weil 4S nun befürchten muß,daß dergleichen Proben allemahl die Vorbotenvon den darauf folgenden Pcitschenschlägen sind.

Weil man aber mehrere und weil sicherereKennzeichen hat, so hat man nicht nöthig aufdie zuvorbeschriebenen sein Augenmerk zu richten.

Ein Pferd also, bey dem bereits die ersteAnlage zum Koller vorhanden ist, pflegt seineArbeit, wozu es angeführt wird, ziemlich willigzu verrichten; nachdem es aber eine Zeitlangmarschirt oder in Arbeit gewesen, legt es sichungemein stark auf die Zügel; andere gehen auchwohl nach einer Seite, entweder nach der rcel^teu, oder nach der linken; und wenn man stchauch alle mögliche Mühe gibt, es nicht dahin geh"*zu lassen, so hilft es doch alles nichts; hingegenlegt es sich zuletzt so siark auf die Zügel oderStange, daß man nichts auszurichten verruß