Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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gend ist. Gemeiniglich lassen sich solche Pferdewohl nach der rechten, aber nicht nach der lin-ken Seite drehen; zu Zeiten seht es auch wohlnnt dein Reuter seitwärts an eine Befriedigung,Haus, Fenster, Bauholz, oder was es sonst füreinen Gegenstand vorfindet, so daß derselbe sichgenöthigt sieht, um seine Schenkel nicht quet-schen, oder den Kopf zerschmettern zu lassen, ab-iusteigen; und solches Uebel nimmt demnach im-mer mehr und mehr überhand. Hernach stehtes im Stall ganz lauernd, laßt den Kopf nie-derhangen, halt die Ohren immer gespannt, ent-weder vorwärts, oder rückwärts, und zuleht hörtund achter eö auf nichts mehr.

Wenn es steht und frißt, so nimmt es et-was Futter ins Maul, und fängt auf einmahlheftig an zu käuen, hört aber auch sogleich wie-der auf; nach der Raufe langt eS ganz trageund langsam hinauf, und nachdem eS eine Zeit-ung geschnappct, reißt es etwas Futter her«durch, und frißt solches auf vorhin gesagte Art.E>,ey dem Saufen macht es sein Maul ganzssüh, zu Zeiten steckt es auch die Nase ganztief mir hinein.

J-mehr nun dieses Uebel zunimmt, destounempfindlicher wird ein solches Pferd. Esfangt zuletzt auch wohl an zu toben, und reißtHalfter, Stricke und alles dergleichen entzwei).

Am allerzuverlassigsten und geschwindestenkann man den Koller gleich aus der Physiogno-mie des Pferdes erkennen; dieses einem jedenaber hinlänglich begreiflich zu machen, ist mannicht vermögend, weil hierzu besonders ein ge-übtes Auge erfordert wird. Wer viel mit Pfer-den umgeht, kann aus den Mienen schon vielesschließen, zu welchen Handlungen es geneigt sey,

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