Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
355
JPEG-Download
 

Pferd. ZZZ

sich, paaren, begatten sich. Das Frühjahr hatihnen neuen Geist gegeben, frisches Blut inihre Adern gegossen. Durchdrungen von dieserKraft, und getrieben von Warme und Liebe,pflanzen sie ihr Geschlecht fort, beleben die Na»tur von neuem.

Ermüdet von diesen Trieben nähern sichdiese Thiere dem Sommer. Beyde Geschlechtersind dann mehr oder weniger entkräftet, daherdie Ruhe, die Gelassenheit dieser Thiere in derFreyheit, die wir im Frühjahr so heiter, soscherzend, so munter sahen.

In diesen veränderten, vom Begatten undZeugen ermatteten Körper der Thiere, wirkt sehtdie Sommerhihe, die eine neue Constitution desBlutes entwickelt.

.. Der Herbst mit seinem trüben Gefolge >.stimmt das Blut abermahlS um. Die Thierebehaaren sich, durchziehen in dichtgedrängtenHeerdrn ihre Aufemhaltsörter, die Nasse durch-dringt ihre Körper, und der kalte Wind, welcherdie öden Fluren durchwehet,' bereitet sie zumAusdauren der Winterkälte vor.

Zeder Zustand, den die Veränderung dekJahreszeit im Körper hervorbringet, fordert an-dere Nahrungsmittel, andere Gegenden, und an-dere Welven. Das Pferd, dessen Instinkt un-sere Srlaverey noch nicht verwischte, kennt siealle. Mit Bewunderung sehen wir es sich seineAufenthaltöörtex, seine Nahrung wählen, die je-de Jahreszeit, jede Stimmung seines Körpers'verlangt.

Was von der abwechselnden Nahrung beyder Veränderung der Jahreszeiten von den Pfer»den gesagt ist, die in wilden Gestüten die Auendurchstreichen, gilt a.uch von den Krankheiten

Z» und