Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

der Hufe heilte, wir würden sie nicht mit Sel-ben beschmieren, die zu gar nichts helfen, alsdaß sie den Beutel gewinnsüchtiger Roßärztefüllen. Wir würden lernen, daß die Natur eineweit weniger künstliche Salbe bey Entzündun-gen, bey Schaden dieser Theile verlangt, daßfeuchte Lehmerde, daß kaltes Wasser ohne Schmie-ren von hundert Ingredienzien das Uebel heilt.

Die Natur ist reich, sie ist unerschöpflichan Mitteln, die der Zerstöhrung, der Lebens-bernichtung, dem Tode entgegen sind. Das sichfelbst überlassene Thier kennt sie alle; sein Na-turtrieb unterscheidet weislich, welche es ge :e-ßen soll, ordnet vorsichtig, wie viel es davonfressen darf. Nur durch die Sklavcrep der Men-schen wird dieses wohlthätige Gefühl abgestumpft,verwischt, vernichtet, das den Kampf, zwischenTod und Leben so sehr zum Vortheil des letz-tem entscheidet.

Was wir bey der Heilung der innerlichenKrankheiten der Pferde sehen, die in wildenGestüten ohne unsere Vorsorge umher irren,sehen wir auch bey der Heilung ihrer äußerli-chen Gebrechen; auch hier hilft, auch hier heiltdie Natur.

Die Natur stillt bey äußerlichen Verletzun-gen das Bluten, indem sie die von den Luftgereizten Fasern verkürzt, ihrem Befestign,;gsortnähert, die Gefäße verenget, verdrehet. Zst dieVerwundung beträchtlich, dringt sie in eineHöhle, welche Eingeweide, welche z» dem Lebendes Thier-S unentbehrliche W ckzeuge enthält:so nimmt das Pfe d Stell, an, durch wel-che die Wundlefzen einander berühren, das Ein-

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