Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Z66 Pferd.

und junge von ihrem Geschlecht, und durch daszu viele, zu frühe, zu unzeitige und unfrucht«bare Begatten mit den Stuten abgemattet, undzu Grunde gerichtet. Die meisten von diesenSprüngen, die im Februar oder noch eher ge-schehen, gehen verloren, weil die Stuten vordem April und Maymonath keine oder nur sehrwenig Anlage zum Empfangen haben. In die-sem Fall werden die Kräfte des Beschälers auchbey den besten Mutterpferden ungenützt ver-schwendet. In der wahren und achten Em-pfangszeit, d. i. im April und May ist danndie Kraft des Blutes schon erschöpft, die Stu-ten bleiben gelte oder unbefriedigt, oder sie em-pfangen von einem matten Samen, aus wel-chem ein Füllen entsteht,, welches entweder ver-dirbt, oder zu einem schwachen, verarteten Pferdewird. Alles dies geschieht, weil die Hengste dieStuten im Frühjahr zu früh, und zwar zu ei-ner Zeit bedecken, wo sie der vorhergegangeneHerbst, der Winter, die üble Witterung, daSwenige und schlechte Futter entkräftet haben.

Die Füllen, die durch so frühes Begattenin der Mutter entwickelt werden, fallen alsdeunim Jänner oder im Hornung, folglich gerade zNeiner Zeit, wenn die rauheste Witterung ist,wenn die Mütter am schwächsten sind, wenn stekeine oder nur die sparsame Nahrung Haber»,die sie sich unket dem Schnee hervorsu'chem EistUmstand, der Schuld ist, daß nicht nur die mei-sten Fohlen, sondern auch die Stuten verderben-

Auch geschieht es, trotz der Aufsicht deralten Beschäler, nicht selten, daß dreyjahrigkHengstfohlen Stuten von gleichem Alter bedek-ken. Eine Fortpflanzung, die, da weder der Va-ter noch die Mutier die gehörige Reife erlangt

hatte,