Pferd.
den Stuten die beste Nahrung; und in denSo 'Mcrmonathen sowohl, als auch im Herbstsind die S'cuten so stark von Fleisch, als wennsie auf dem Stalle gefüttert wären.
Mit dieser hinlänglichen und guten Weidesind sie dennoch öfters nicht zufrieden, sondernbrechen durch die Befriedigungen, als Graben,Hecken u. s. w. womit der Platz umzogen ist,und verursachen den an der Grenze des Gestütswohnenden Landleuten an ihren Felde, ja öftersGartenfrüchren, als Kohl >u. f. w. großen Scha»den, welches auch durch die genaueste und flei-ßigste Aufsicht nicht zu verhüten ist. Am meistenmuß man junge, drey; und vierjährige Stutenvor dergleichen Ausschweifungen bewahren. Die-se werden, da sie in diesem Alter noch unbe-deckt bleiben, durch ihre Hitze zum Hengst an«getrieben, herum zu laufen und selbigen aufzu-suchen. In der Senne auf der PaverbornischenSeile gehen junge Baucrpferde, zu welchen siesich zuerst gesellen; und geschieht ihrem Suchenbey diesen keine Genüge, so entfernen sie sich im-mer weiter vom Gestüte.
Bey der überflüssigen Weide ist in demWalde in heißen Sommertagen ein nicht zuhebender Wassermangel, weil in demselben wederO.uellen noch Flüsse sind. Die Stuten müssendaher oft drey und mehr Stunden gehen, umihren Durst zu löschen. Der sogenannte Dono-per Teich ist jederzeit mit hinlänglichem Wasserangefüllt; allein er liegt an der Seile von Hei,denoldendorf, und er ist daher den an der Hor-nischen Seite gehenden Stuten zu entlegemBey anhaltendem Regenwerter fehlt es nichtdaran, weil sich das Wasser alödenn in denGründen der Wälder und in der Senne sam-melt