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Pftrd.
Hengst muß besondere Eigenschaften haben. Manpfleg: gemeiniglich in andern Gestüten alle steife,abgenutzte und zur Zucht untüchtig gewordeneHengste zu Wahlen, welche sich aber nicht fürdie Senne schicken, weil diese gerade die entgegengesetzten Eigenschaften besitzen müssen. Siemüssen jung, lustig und sehr gewandt seyn, umden schnellen Schlagen der Stuten geschwindeund geschickt zu entweichen, daneben leicht auftsitzen, ohne sich lange zuvor mit der Nase zubelustigen.
Auf viese Weise werden die Stuten, einenach der andern, probier. Sobald eine probirtist, wird sie in den Stall gejagt und dafür ei-ne andere in den Spiingthurm gelassen. Wennman mit dem Probieren durch ist, so wird ei*nr rosslge Stute zum zweyten Mahle in denSpnngrhurm gebracht, und der Hengst, welcherfür diese Stute bestimmt ist, auf vorbejchriebcneWeise zugelassen. Es gibt einige Stuten unterden Sennern, welche, wenn sie gleich rostigsind, dennoch den Hengst nicht zulassen. Diesewerden vermittelst eines Dampfseileö mit G"walt dazu gebracht. Dieses ist ein zwey Dau-men dickes und ohngefähr zehn Ellen langesSeil, an dessen einem Ende ein eisernerbefestigt ist, welcher noch einmahl so weit, alsdas Seil dick ist. In diesem Ringe ist eine an«dere, etwa einen ho ben Finger breit dicke Liniefest gemacht. Das Dampfseil oder der dickeStrick wird durch zwey Knechte ausgespannt,und daö Pferd mit der Brust dagegen gejagt,hierauf gehen die Knechte zusammen, stecken daeine Ende des Seils durch den Ring undhen es schnell zu, dsß also der Strick der Sta-te gleich einer Schlinge um den Hals liegt. Dr
Knechte