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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. Z89

ihrem Haufen absondern, um die andern von ih-rer Weide nicht zu entfernen, und man ließedieselbe bedecken, und sodann wieder fort; sowürde diese Stute nicht eher fressen, bis sieihre Gesellschaft wieder gefunden, und sich durchvieles Laufen entweder verhitzen oder gar enttlaufen.

Die Art, wie die Stuten bedeckt werden,ist folgende: die Stute wird in den vorhin er-wähnten Springthurm gelassen, worin sie freyherum läuft. Die Spannung, welche man sonstbey den zu bedeckenden Stuten wohl zu machenPflegt, fallt hier weg, weil man keine Hand anein solches wildes Pferd legen kann. Hieraufwird der Probierhengst durch Reitknechte herzu-geführt. Zwey andere Knechte, welche mit achtTuß langen Stöcken versehen sind, suchen dieStute mit dem Kopfe in eine Ecke zu jagenund darin zu erhalten. Der Probierhengst wirdNaher hinzugelafsen. Einer von diesen Knechtensucht mit seinem Stock, welcher an dem ober-sten Ende durch einen Bruch mir vielen Spal-ten versehen ist, die Haare des Schweifes derStute zu fassen, durch Umdrehen den Stockdarin zu befestigen und den Schweif auf dieSeite zu ziehen. Ist nun die Stute rsssig, sosteht sie stille, und der Hengst kann seine Probevollenden. Schlagt die Stute ab, so weiß derProbierhengst oft die besten Merkmahle davonauszuweisen, indem die Stuten so entsetzlichschlagen, daß die Haut von dem Hengst stück-weise herunter fallt. Auch die Knechte sind da-bey in nicht weniger Gefahr, wenn sie hey demWidersetzen der Stuten nicht schnell aus ihremWinkel zu entwischen suchen. Ein in diesemGestüte mit Nutzen zu brauchender Prqbier-

Bb z Hengst